DOJO

Der Raum, in dem japanische Kampfkünste ausgeübt werden, heißt DOJO. Auch wenn heute meist eine normale Sporthalle als solches benutzt wird, so ist ein Dojo doch eine Stätte mit einem eigenen Geist und spezifischen Regeln, die respektiert werden sollten. Beim Betreten des Dojo grüßen wir im Stand in Richtung KAMIZA. Auch beim Betreten der Matte (Tatami) wird im Stand gegrüßt. Sollte man zu spät kommen, so dass bereits trainiert wird, wird gewartet, bis der Sensei zum Teilnehmen auffordert. Beim Verlassen der Matte und des Dojo wird ebenfalls gegrüßt. Das Dojo hat vier verschiedene Seiten, jede hat einen Namen:
Jede Seite des Dojo hat ihre Funktion:
Kamiza ist die Seite der Sensei. Hier sitzt im Verein meist der oberste Meister; auf großen Lehrgängen haben die Hauptlehrkräfte und „wichtige" Funktionäre dort ihren Platz. Die Kamiza-Seite des Dojo ist häufig durch ein Bild der japanischen Systembegründer, der Ahnen des Dojo-Inhabers (nur in Japan), ein Symbol des Verbandes und/oder Blumen geschmückt.
Auf der Gegenseite, dem Shimoza, nehmen die Schüler Platz. Dabei befinden sich die Ranghöchsten, vom Meister aus gesehen, links, die weiteren folgen entsprechend ihrer Gürtelfarbe. Die Begründung für diese Sitzordnung ist von Überlegungen abgeleitet, die vor vielen Jahrhunderten zuweilen ihre Berechtigung hatten: Gegen einen Angriff von links könnte sich der Meister mit dem Schwert am schlechtesten verteidigen, und deshalb ist dieser Platz dem vertrautesten Schüler vorbehalten. Das Joseki ist die Seite, auf der prominente Zuschauer neben der Matte Platz nehmen. Bei einer Prüfung ist dies auch der Platz der Prüfungskommission. Die Sempai können beim Grüßen an dieser Seite sitzen, wenn ihnen entsprechende Bedeutung zukommt, oder am Shimoza kein Platz mehr ist. Das Shimozeki ist die Seite für einfache Besucher und Zuschauer.