Kobudo

Kobudo (Die Waffen des Volkes)

 

In früheren Zeiten konnte kein System der „leeren Hand“ ohne den zusätzlichen Gebrauch von Waffen (Bukihō) überleben.

Die Samurai verwendeten im Bujutsu Kriegerwaffen, das Volk funktionierte alltägliche Gebrauchsgegenstände in Waffe um und gründete damit die Systeme des Kobujutsu.

 

Bis zur Versportlichung der Systeme in Japan und der Veränderung des Bujutsu im Budō, war eine Trennung der beiden

nicht denkbar. Weder in den japanischen Kampfsystemen noch in den okinawanischen Kampfsystemen konnte man auf den zusätzlichen Gebrauch von Waffen verzichten. Auch heute sind sie notwendige Hilfen in der Selbstverteidigung und werden im automatisch in das waffenlose Training integriert.

 

Was ist  Ryukyu Kobudo Fukyukai Kobujutsu / Kobudō?

 

Kobujutsu ist eine spezielle Waffenmethode (Bukihō), die sowohl in Japan, als auch auf Okinawa den Gebrauch von volkstümlichen Waffen lehrt. Später wurde daraus der moderne Begriff „Kobudō“ abgeleitet, der die kriegerischen Methoden des Kobujutsu in friedliche Übungsmethoden verwandeln sollte.

 

Kobujutsu 古武術 – „Altes Bujutsu“ (古武術)

 

Ist die Bezeichnung für die volkstümlichen Waffensysteme der rangniederen

Bevölkerung aus Japan (Kobujutsu (Japan)) und Okinawa (Kobujutsu (Okinawa)). Kobujutsu ist eine vage Abgrenzung zur japanischen Kriegskunst (Bujutsu) der professionellen Krieger (Bushi). Die Waffen (Buki) und Systeme (Ryū) des Kobujutsu

wurden sowohl in Japan als auch auf Okinawa meist aus den alltäglichen Arbeitsgeräten des Volkes entwickelt.

 

In der okinawanische Kriegskunst war Kobujutsu immer eng miteinander verbunden.

Jedes unbewaffnete System wurde durch verschiedene Waffensysteme ergänzt.

Kobudō 古武道 – „Altes Budō“, ist ein Folgekonzept des Kobujutsu und steht analog zur Veränderung des Bujutsuzum Budō. Dabei wurde die Silbe Jjutsu (Technik) durch dō ersetzt, was darauf hinweisen soll, dass es sich dabei um eine Wegkunst handelt. Der Gedanke ist gut, die Umsetzung nicht. Durch die Versportlichung der Systeme wurde

die Kobudō Kata zu einer virtuosen Demo-Show und verlor ihre Bedeutung als Speicher von verschlüsselten Sinninhalten.